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Konto gepfändet – was tun? P-Konto, Pfändungsfreibetrag und wie du reagierst

Eine Kontopfändung ist ein Schock – plötzlich ist das Konto gesperrt, und selbst Geld für Miete oder Essen ist nicht mehr erreichbar. Hier ein ruhiger Überblick, was jetzt zu tun ist und wie du wieder handlungsfähig wirst.

Was passiert bei einer Kontopfändung?

Ein Gläubiger hat mit einem gerichtlichen Titel (meist nach einem Vollstreckungsbescheid oder Gerichtsurteil) das Konto pfänden lassen. Die Bank muss das Konto dann sperren – auch für Zahlungen, die eigentlich nichts mit der Forderung zu tun haben, wie Gehalt oder Kindergeld.

Das P-Konto: dein wichtigstes Werkzeug

Jedes normale Konto kann innerhalb weniger Tage in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umgewandelt werden. Auf dem P-Konto ist ein Grundfreibetrag automatisch vor Pfändung geschützt – aktuell rund 1.590 Euro pro Monat (der genaue Betrag ändert sich regelmäßig, bei der Bank nachfragen). Das bedeutet: Auch mit einer Pfändung kannst du über diesen Betrag frei verfügen.

Wichtig: Die Umwandlung in ein P-Konto solltest du sofort bei deiner Bank beantragen, wenn eine Pfändung droht oder schon da ist – am besten schon vorher, wenn Schulden absehbar sind.

Höherer Freibetrag möglich

Hast du Kinder oder andere Personen, denen du Unterhalt zahlst, kannst du einen höheren Freibetrag beantragen. Dafür brauchst du eine Bescheinigung, z. B. vom Jobcenter, Sozialamt oder einer Schuldnerberatung.

Was du zuerst prüfen solltest

  • Ist die zugrundeliegende Forderung überhaupt berechtigt?
  • Hast du bereits ein P-Konto, oder musst du das jetzt umwandeln?
  • Hast du Anspruch auf einen höheren Freibetrag (Kinder, Unterhaltspflichten)?
  • Ist die Pfändung formal korrekt zugestellt worden?

Wie reagierst du am besten?

1. Noch kein P-Konto – sofort bei der Bank die Umwandlung beantragen, das geht meist innerhalb weniger Tage.

2. Der Freibetrag reicht nicht für deine Situation – Bescheinigung für einen höheren Freibetrag besorgen und einreichen.

3. Du denkst, die Forderung ist nicht berechtigt – rechtlichen Rat einholen, ggf. Vollstreckungsschutz beantragen.

4. Du willst mit dem Gläubiger eine Lösung finden – aktiv Ratenzahlung anbieten, um die Pfändung möglicherweise aufheben zu lassen.

Kurzes Beispiel für ein Schreiben an die Bank

  • Antrag auf Umwandlung in ein P-Konto
  • ggf. Antrag auf Erhöhung des Freibetrags mit Bescheinigung
  • Bitte um schnelle Bearbeitung

Genau hier hilft BriefMagic: Du beschreibst deine Situation in deiner eigenen Sprache – daraus wird ein klar strukturiertes Schreiben auf Deutsch, mit dem richtigen Ton für die Bank oder den Gläubiger. Du musst weder die genauen Regeln kennen noch selbst nach Formulierungen suchen. Es gibt eine Übersetzung zurück in deine Sprache, und der Brief bleibt gespeichert, falls eine Antwort kommt.

Kurz zusammengefasst

  • Sofort ein P-Konto beantragen, wenn eine Pfändung droht oder da ist.
  • Der Grundfreibetrag ist automatisch geschützt.
  • Bei Kindern oder Unterhaltspflichten: höheren Freibetrag beantragen.
  • Prüfe, ob die zugrundeliegende Forderung überhaupt berechtigt ist.

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Bei komplizierten Fällen hilft eine Schuldnerberatung dringend weiter.

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