BriefMagic
💳Preise

Mieterhöhung erhalten – was tun? Fristen und wann du widersprechen kannst

Eine Mieterhöhung im Briefkasten ist unangenehm – aber nicht jede Erhöhung ist automatisch rechtmäßig, und du musst nicht sofort zustimmen. Hier ein ruhiger Überblick, was du prüfen solltest und wie du reagierst.

Welche Arten von Mieterhöhung gibt es?

  • Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete – die häufigste Form, an feste Regeln gebunden.
  • Erhöhung nach Modernisierung – wenn der Vermieter z. B. energetisch saniert hat.
  • Staffelmiete oder Indexmiete – vertraglich vereinbarte automatische Erhöhungen, meist ohne separates Schreiben nötig.

Was du bei einer Erhöhung auf die Vergleichsmiete prüfen solltest

  • Ist die letzte Erhöhung mindestens 15 Monate her?
  • Übersteigt die Erhöhung nicht 20 % innerhalb von drei Jahren (in manchen Städten sogar nur 15 %, sogenannte Kappungsgrenze)?
  • Ist die Erhöhung mit einer nachvollziehbaren Begründung versehen (Mietspiegel, Vergleichswohnungen, Gutachten)?
  • Liegt die neue Miete tatsächlich noch innerhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete?

Wie viel Zeit hast du zum Nachdenken?

Du musst einer Mieterhöhung nicht sofort zustimmen. Dir steht eine Überlegungsfrist zu: bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Zugang des Erhöhungsverlangens. In dieser Zeit kannst du prüfen, zustimmen, teilweise zustimmen oder ablehnen.

Wie reagierst du am besten?

1. Die Erhöhung ist formal korrekt und angemessen – zustimmen, idealerweise schriftlich zur Klarheit.

2. Die Begründung überzeugt dich nicht – gezielt nachfragen oder um eine bessere Begründung bitten, bevor du zustimmst.

3. Die Erhöhung überschreitet die Kappungsgrenze – schriftlich widersprechen und auf die gesetzliche Grenze hinweisen.

4. Du willst der Erhöhung nicht zustimmen – das ist möglich, der Vermieter kann dann auf Zustimmung klagen, du musst aber selbst nichts weiter tun außer nicht zuzustimmen.

Kurzes Beispiel für ein Antwortschreiben

  • Bezug auf das Erhöhungsverlangen (Datum)
  • klare Aussage: Zustimmung, teilweise Zustimmung oder Ablehnung
  • bei Ablehnung: konkrete Begründung

Genau hier hilft BriefMagic: Du beschreibst deine Situation in deiner eigenen Sprache – daraus wird ein klar strukturiertes Schreiben auf Deutsch, mit dem richtigen Ton für den Vermieter. Du musst weder die genauen Regeln zur Mieterhöhung kennen noch selbst nach Formulierungen suchen. Es gibt eine Übersetzung zurück in deine Sprache, und der Brief bleibt gespeichert, falls eine Antwort kommt.

Kurz zusammengefasst

  • Du hast bis Ende des übernächsten Monats Zeit, um zu reagieren.
  • Es gibt gesetzliche Obergrenzen für Erhöhungen (Kappungsgrenze).
  • Eine Erhöhung muss nachvollziehbar begründet sein.
  • Du musst nicht sofort zustimmen.

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheiten hilft ein Mieterverein weiter.

Diesen Artikel lesen auf: